Prof. Dr. Reinhard Kubale, Dr. Barbara Junk, Dr. Martin Rech, Oliver Schmidt, Dr. Christiane Pazolt
66955 Pirmasens, Pettenkoferstr. 22, Tel. (06331) 51 56 - 0


Patienteninformation: Röntgen konventionell


Beschreibung

Mit der konventionellen Röntgendiagnostik werden mittels Röntgenstrahlen "Durchsichtaufnahmen" von Knochen, Lunge und Bauch angefertigt. Die zu untersuchende Region wird auf eine Speicherfolie "fotografiert" und digital ausgelesen. Unter Durchleuchtung können durch den Arzt Organe wie in einem Film beobachtet und durch gezielte Aufnahmen dargestellt werden. Zur Darstellung von Hohlorganen wie Magen, Darm sowie der Niere und der Blase wird jeweils Kontrastmittel verabreicht. Dies ist durch trinken, Gabe über eine Sonde oder Spritze in eine Vene möglich.

Um die Strahlenbelastung gering zu halten werden heute digitale Techniken verwendet, die die Dosis im Vergleich mit Werten vor 20 Jahren deutlich reduzieren konnten.

Als Anhalt und zum Vergleich: Die Strahlenbelastung einer Lungenaufnahme entspricht in etwa der natürlichen Strahlenbelastung, die Sie zum Beispiel in 2 Wochen Aufenthalt in 2500 m Höhe gegenüber Meereshöhe durch Höhenstrahlung zusätzlich erhalten würden.

nach oben nach oben

Untersuchungsspektrum

Standardaufnahmen

Herz und Lunge (Rö.-Thorax)

Kopf (Rö. Schädel, NNH, Felsenbeinaufnahme)

Gelenke/Extremitäten (z.B. Rö.-Knie, Hände und Füße)

Wirbelsäule (Rö-HWS, BWS, LWS)

Becken, Hüfte

Spezialaufnahmen

Hände und Füße in Mammographietechnik

Funktionsaufnahmen

Weichteilaufnahmen

Fisteldarstellungen mit Kontrastmittel

Gelenkdarstellung

Arthrographie

Magenuntersuchung

MDP

Dünndarmuntersuchung

Fraktionierte MDP, Sellinck-Technik mit Schlauch

Dickdarmuntersuchung

Kontrasteinlauf mit Barium oder Gastrografin

Darstellung der Venen

Phlebographie digital oder konventionell

Diese Untersuchung wird ab 1.1.08 vom Städtischen Krankenhaus Pirmasens durchgeführt.
Anmeldung: 06331/714-1529

Durchleuchtungen

Zielaufnahmen

nach oben nach oben

Vorbereitung

Für konventionelle Röntgenaufnahmen (Knochen, Lunge usw.) ist keine besondere Vorbereitung nötig.

Bei Untersuchungen des Magens sollten Sie 12 Stunden nicht essen und trinken. Am Untersuchungstag bitte vorher nicht rauchen.

Bei Untersuchungen des Dickdarms (Colon) im Doppelkontrast sollten 24 Stunden vor der Untersuchung abführende Maßnahmen wie bei Anmeldung erläutert, erfolgen. Am Vortag nur ballastarme Kost bzw. Suppen.

Bei Untersuchungen, die die intravenöse Kontrastmittelgabe erfordern (Angiographie, Niere und Galleröntgen) 2 Stunden vor der Untersuchung nicht essen und trinken.

Teilen Sie uns bitte evtl. bestehende Erkrankungen der Nieren, der Schilddrüse und Allergien unbedingt vorher mit. Erkundigen Sie sich gegebenenfalls bei Ihrem Hausarzt ob eine der vorgenannten Erkrankungen vorliegt.

nach oben nach oben

Ablauf

Für die Darstellung der Nieren (Infusionsurogramm) und Gallenwege (i.v. Galle) wird nach einer ersten Aufnahme (“Leeraufnahme“) Kontrastmittel über einen venösen Zugang injiziert. Danach werden in bestimmten zeitlichen Abständen Aufnahmen erstellt, die eine Beurteilung des jeweiligen Organs ermöglichen.

Für die Darstellung des Magens wird zunächst ½ Becher Röntgenkontrastmittel eingenommen. Nach ersten Übersichtsaufnahmen wird ein Brausepulver verabreicht, das den Magen aufweitet und einen plastisch-anatomischen Eindruck ermöglicht. Wenn der Darm mitbeurteilt werden soll, werden sofort anschließend, sowie je nach Weitertransportgeschwindigkeit Ihres Darmes 30 bis 90 Minuten später, Übersichts- und weitere Zielaufnahmen angefertigt.

Zur Darstellung des Dickdarms (Colon-Doppelkontrast) wird nach vorsichtiger Austastung des Enddarmes ein kurzes, weiches Darmrohr eingeführt, das mit einem Ballon den Enddarm abschließt. Nach dem Einlaufen von Kontrastmittel wird Luft gegeben und damit erreicht, dass sich der Darm im Doppelkontrast darstellt. Hiermit wird eine genaue, räumliche Darstellung der Darmwand und eventueller krankhafter Veränderungen erreicht.