Niedrigdosis-Technologie
Installation der Niedrigdosis-Technologie ASiR® am gemeinsam mit dem Städtischen Krankenhaus genutzten Computertomographen. Hierdurch können mit deutlich niedrigerer Strahlendosis CT-Untersuchungen durchgeführt werden. Studien sowie unsere eigenen Ergebnisse zeigten, dass bei allen Untersuchungen die Röntgendosis um bis zu 40% reduziert werden – ohne Kompromisse bei der Bildqualität. Selbst bei sehr geringer Dosis wird mit der Aufrüstung eine höhere Bildqualität erzielt als mit herkömmlichen Systemen. Dies ist ein enormer Vorteil für Patient und Diagnosequalität. Denn nur, was Ärzte sehen, können sie analysieren und bewerten um schließlich eine korrekte Diagnose zu stellen.
Dies kommt in zweierlei Hinsicht dem Patienten zugute: er erhält eine sichere Diagnose und wird dabei nur einer geringen Strahlendosis ausgesetzt. Wir haben uns für den Kauf dieser Technologie entschieden aus Verantwortung gegenüber unseren Patienten. Denn niemand spürt, ob eine CT-Untersuchung mit viel oder wenig Strahlung durchgeführt wird und die Krankenkassen zahlen keinen Euro mehr, weil wir in diese Technologie gemeinsam mit dem Städtischen Krankenhaus Pirmasens investiert haben.
Neuerungen in der Computertomographie
Im Dezember 2009 wurde gemeinsam mit dem Krankenhaus Pirmasens ein neues Multislice CT der Firma GE® installiert. Es handelt sich um einen 16-Ring-Detektor mit einer Auflösung von 0,6 mm. Dadurch ist eine schnelle, hochauflösende Darstellung sämtlicher Körperabschnitte möglich. Insbesondere bei Gefäß-, Brustkorb- und Baucherkrankungen ist die dadurch erreichbare Steigerung der Bildqualität von Bedeutung.
Ziel der Neuanschaffung des CTs war neben der Verbesserung der Bildqualität die Verringerung der Strahlendosis für unsere Patienten. Dies gelingt durch das Verfahren der Dosismodulation und durch die Einblendung des Röntgenstrahls vor dem Patienten. Bei dem Verfahren der Dosismodulation wird die Strahlenmenge automatisch reduziert, wenn der durchstrahlte Körperquerschnitt sich verringert. Durch die Einblendung (= Kollimation) des Röntgenstrahls v o r dem Patienten wird dieser vor Röntgenstrahlung geschützt, die nicht zur Bilderzeugung beiträgt.
Neues Ultraschallgerät und Forschungskooperation
Durch eine Forschungskooperation mit der Firma Siemens steht zusätzlich zu den konventionellen Sonographiegeräten der Praxis ein Highend-Ultraschallgerät (S2000®) mit hochauflösenden Schallköpfen zur Verfügung. Dieses Gerät wird für Ultraschalluntersuchungen insbesondere der Brust, der Arterien und der Bauchorgane eingesetzt. Ein Schwerpunkt ist die intraoperative Kontrolle von OP-Präparaten. Dadurch konnte die Zahl der Zweitoperationen nach Tumorentfernungen der Brust bereits deutlich vermindert werden.
Ergebnisse wurden von dem gynäkologischen Kollegen, Herrn Dr. Huschmand Nia, auf dem Senologiekongress und dem Europäischen Ultraschallkongress 2009 vorgestellt.
Weitere Anwendungsgebiete wie die hochauflösende Elastographie und die kontrastmittelgestützte Sonographie werden zur Zeit evaluiert.
Neue Mammographie-Einheit
Gemeinsam mit dem Mammographie-Screening-Zentrum Pirmasens wurde ein Vollfeld-Mammographiegerät der Firma Medicor „Lorad Selenia®“ installiert. Es handelt sich dabei um ein digitales Mammographiegerät mit Festkörper-Detektor mit einer theoretischen Ortsauflösung von 80 Mikron.
Vorteil des Gerätes sind eine ca. 40% geringere Strahlendosis gegenüber konventionellen analogen Mammographiegeräten, die sehr gute Detailauflösung und der große Belichtungsumfang. Dadurch kommt es seltener zu Fehlbelichtungen von Mammographieaufnahmen, d. h. die Aufnahmen sind für den Arzt besser beurteilbar und müssen seltener wiederholt werden.
Nuklearmedizin
Seit November 2008 ist unsere neue Multifunktionsgammakamera Digitrac 37® der Firma MIE in Betrieb. An dieser Gammakamera werden überwiegend Schilddrüsen- und Nierenuntersuchungen durchgeführt.
Sie ergänzt unsere E-CAM 180® Doppelkopfkamera der Firma Siemens. Diese Kamera ist in der Lage, Einzelbilder, automatisch Ganzkörperbilder und tomographische Untersuchungen (sogenannte Emissionscomputertomographie) aufzunehmen. Die Kamera verfügt über zwei sogenannte Kameraköpfe (Aufnahmeeinheiten), über die gleichzeitig von verschiedenen Seiten Bilder des Patienten aufgenommen werden können. Dadurch werden die Untersuchungszeiten für den Patienten verkürzt. Aufgrund der digitalen Signalverarbeitung in den Kameraköpfen ist die Bildqualität verbessert. Die Kamera ist in der Lage, automatisch den geringstmöglichen Abstand zum Körper des Patienten bei Ganzkörper- und tomographischen Aufnahmen einzuhalten. Auch dies führt zu einer besseren Bildqualität. Sie ist mit hochauflösenden Kollimatoren ausgerüstet. Die Kamera ist mit der Zusatzsoftware der Firma Siemens für Herzuntersuchungen ausgestattet. Damit können beispielsweise Durchblutungsmessungen des Herzmuskels durchgeführt werden, wodurch sich Herzkathetheruntersuchungen in vielen Fällen ersetzen lassen.
Die Screening-Einheit Pirmasens beginnt ihre Arbeit
Seit 1.4.2008 können Frauen zwischen 50 und 69 Jahren im Screening-Zentrum Pirmasens, das an unsere Praxis angegliedert ist, am Brustkrebs-Früherkennungsprogramm teilnehmen.
Frauen dieser Altersgruppe werden von einer zentralen Stelle für die Mammographie alle 2 Jahre automatisch eingeladen. Falls sie die Einladung nicht abwarten wollen, können sie sich einen Termin unter der Tel.-Nr. 01805/770007 (14 Cent/Minute aus dem deutschen Festnetz) einholen.
Frau Dr. med. Christiane Pazolt wurde Job-Sharing-Partnerin
Seit 1.4.2008 ist Frau Dr. med. Christiane Pazolt als Job-Sharing-Partnerin in unserer Praxis. Sie teilt sich den Vertragsarztsitz mit Herrn Prof. Dr. med. Reinhard Kubale, der wieder mehr Lehr- und Forschungstätigkeiten an der Universitätsklinik/Saar übernimmt.
Frau Dr. med. Christiane Pazolt ist Fachärztin für Diagnostische Radiologie. Sie hat in den Winterbergkliniken der Stadt Saarbrücken und in der Uniklinik Homburg gearbeitet, bevor sie sich als Radiologin in Saarbrücken niedergelassen hat. Neben ihrer breiten Ausbildung als Allgemeinradiologin hat sie als besondere Schwerpunkte die Schnittbilddiagnostik und Mammographie sowie Mamma-Sonographie.
Herr Oliver Schmidt übernimmt Vertragsarztsitz von Herrn Dr. Kurt Scherer
Herr Oliver Schmidt hat zum 1.1.2008 den Vertragsarztsitz von Herrn Dr. Kurt Scherer übernommen, der als programmverantwortlicher Arzt zusammen mit Herrn Dr. Jürgen Roth das Mammographie-Screening Pfalz leiten wird.
Herr Schmidt ist Facharzt für Diagnostische Radiologie und hat im Krankenhaus der Bundesknappschaft in Sulzbach und in den Winterbergkliniken Saarbrücken gearbeitet, bevor er sich als Radiologe in Saarbrücken niedergelassen hat.